Wie die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) - wieder einmal - der Presse entnehmen konnte, hat der designierte Leiter des Klinikums Solingen GmbH, Herr Dr. Stremmel, die ihm zugesagte Stelle in Solingen nicht angenommen und wird weiter in Bremen arbeiten.
Wir empfinden dieses Verhalten als unanständig und haben sehr stark die Vermutung, dass Herr Dr. Stremmel das Solinger Stellenangebot genutzt hat, um seine Position in Bremen zu stärken und für ihn wichtige Forderungen durchzusetzen.
Allerdings lässt diese Pleite auch ein Versagen der in Solingen an diesem Verfahren Beteiligten sehr deutlich werden. Nachdem die Koalitionäre aus CDU und SPD in Kooperation mit "unserem" Oberbürgermeister Haug hinter verschlossenen Türen ein Verfahren festgelegt hatten, wurde wieder unter Ausschluss der Opposition der designierte Leiter, Herr Dr. Stremmel, als absoluter Favorit unseres OB's "ausgeklüngelt". Dieses untransparente Verfahren, welches im Verhältnis zur Opposition höchst undemokratische Züge aufwies (Zitat eines führenden SPD-Ratsmitgliedes: "Wir brauchen die Opposition nicht. Das kostet nur Zeit und bringt nichts!"), hat sich als grundlegend fehlerhaft und als vollkommen falsch erwiesen.
Die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) fordert für das nun neu aufzurollende Verfahren, dass alle Entscheidungsträger (mindestens also die Fraktionsvorsitzenden aller im Rat vertretenen Fraktionen), gebührend und gleichberechtigt eingebunden werden. Eine derartige Pleite können wir uns - zum Wohle der Beschäftigten, des Klinikums und der Stadt Solingen - nicht noch mal erlauben.
Abschließend stellt die BfS die Frage, wie viel diese erfolglose Bewerbersuche gekostet hat. Einzurechnen sind hier Kosten für Stellenanzeigen, Headhunter, Personalkosten (der Beteiligten z.B. bei Bewerbungsgesprächen, bei der Vorauswahl der Bewerber, etc.) und Overheadkosten. Mit diesem undurchsichtigen und erfolglosen Verfahren haben die Verantwortlichen von CDU und SPD sowie der Oberbürgermeister Haug wieder einmal bewiesen, dass es fahrlässig ist, wichtige Entscheidungsträger nicht mit einzubinden und alles nur hinter vorgehaltener Hand zu entscheiden.
Ob, und wenn ja, wer persönliche Konsequenzen ziehen wird, bleibt abzuwarten.
Pressemitteilung vom 21. Juni 2007, Heinz Bender, Fraktionsvorsitzender der BfS e.V.
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Dr. Stremmel kommt nicht nach Solingen - jetzt muss sich etwas ändern!
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- Kategorie: Gesundheitswesen
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